Lebensläufe für die Öffentlichkeit klingen immer so, als wäre man ein normalisierter Affe in einem fiktiven "öffentlichen" Leben: ein fleißig studiert habender, möglichst erfolgreicher Affe mit möglichst vielen circensischen Fähigkeiten.

Wahr ist vielmehr Folgendes: Der Affe würde gern so gut Klavier oder Geige spielen, dass er seine Sachen selbst darbieten könnte. Dabei kämpft er stetig mit den elementarsten Dingen des Fingersatzes - den Kampf auf der Geige hat er längst aufgegeben. Wahr ist aber, dass er leidenschaftlich gern musiziert, derzeit besonders Bach und Chopin.

Und dann die Sache mit dem "Komponieren": Da geht es dem Affen auch nicht besser. Er kämpft um Lösungen, die er dann in immer weitere Fernen entschwinden sieht. Wie aber freut sich der Affe, wenn er einmal mit guten Musikern arbeitet und eine Ahnung von seinem Traum erhascht. Schreiben wir das doch im "Lebenslauf".

Eine Geschichte von ca. 2000: Da ist noch was anderes: Gerade jetzt Frühling. Die Amseln, vermischt momentan mit einem Motorrad (das offenbar entstaubt und frisch geölt wurde). Gerade kommt Affe von einer Fahrradtour zurück. Die Sonne ging unter. Völlig unverständlich, dass aus zusammengeklumpten Staubteilchen dieses Dauerfeuer herauskam. Und der Staub in geringerer Zusammenballung ist Affe und brennt auf seine Weise. Das dachte Affe auf seinem Fahrrad. Und dann kommt um die Ecke an der Tonndorfer Hauptstraße das Sönnchen/Söhnchen Simon mit seinem Fahrrad. Kann einer dem Affen die Welt erklären?